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In memoriam Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Schadewaldt
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Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Schadewaldt

Mit einer großen Festveranstaltung in der NRW-Akademie der Wissenschaften feierte er im Mai letzten Jahres seinen 85. Zahlreich war die Prominenz aus Wissenschaft, Politik und Kultur, so mancher Weggefährte war gekommen, darunter viele seiner 200 Doktoranden. Jetzt gilt es zu trauern. Am 21. August verstarb  Prof. em. Dr. Dr. h.c. Hans Schadewaldt. Mit ihm verlor die Universität einen ihrer profiliertesten und seit vielen Jahren populärsten Vertreter.

Die Vita in Kürze: geboren am 7. Mai 1923 in Cottbus, 1940 bis 1945 Studium der Medizin und der Geschichte in Tübingen, Würzburg und Königsberg als Marinesanitätsoffiziersanwärter, dazwischen Wehrdienst bei der Kriegsmarine, 1945 bis 1948 Hilfsarzt in französischen Kriegsgefangenenlazaretten, 1949 Promotion zum Dr. med., 1950 bis 1954 Tätigkeit an der Tübinger Universitätskinderklinik, 1955 Übernahme der Leitung der Wissenschaftlichen Abteilung der CIBA AG, Wehr (Baden), Redakteur der CIBA-Zeitschrift, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Medizingeschichtlichen Institut der Universität Freiburg/Br., ebendort Habilitation für Medizingeschichte mit einem dreibändigen wegweisenden Werk über die Geschichte der Allergie, 1963 außerordentlicher Professor für Geschichte der Medizin an der Medizinischen Akademie Düsseldorf, aus der dann 1965 die Universität hervorging. 1976/77 war Prof. Schadewaldt Dekan der Medizinischen Fakultät.

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Aus dem Archiv der Pressestelle: Auch der damalige NRW-Ministerpräsident Johannes Rau gehörte beim 70. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Schadewaldt zu den Gratulanten.
Zahlreich die Ehrenämter, u.a.  Präsident der Nordrhein-Wissenschaftlichen Akademie der Wissenschaften und  Beiratsmitglied der Bundesärztekammer, 1984 wurde er als erster Deutscher Präsident der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und organisiert zwei Jahre später deren Weltkongress in Düsseldorf.

Immer verbunden blieb der "Mariner" Schadewaldt der Seefahrt. Zweimal war er als Schiffsarzt auf der "Gorch Fock" unterwegs. Zu seinem 80. erhielt der Flottenarzt der Reserve das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold. Er war Ehrenvorsitzender der "Deutschen Gesellschaft für Schiffahrts- und Marinegeschichte" und Ehrenmitglied der "Deutschen Gesellschaft für Maritime Medizin".  Das Große Bundesverdienstkreuz erhielt er 1990.

Neben dem Meer gehörte die zweite große Liebe des vielseitigen Mediziners der Kunst. Schadewaldt  machte es möglich, dass die Heinrich-Heine-Universität mittlerweile die weltweit größte Sammlung an Totentanz-Grafiken besitzt.

Dem lokalen Brauchtum war er seit langem durch den Heimatverein der "Düsseldorfer Jonges" verbunden, zeitweise als Vizebaas.

Die Universität, die Medizinische Fakultät und die akademische Gemeinschaft werden Hans Schadewaldt ein ehrendes Andenken bewahren.